| Der Stahlfisch von Tarifa zeigt, woher gerade der Wind weht. Hinten rechts sind MG-Nester zu sehen |
Sonntag, 15. Juni 2014
Tarifa: An der Südspitze Europas
Sevillas Mega-Holzpilz
| Sevilla vom Paasol aus - in der Mitte hinten die Kathedrale, unten die Feierlustigen. |
Sevilla, 14. Juni 2014: Sevilla hat neben Gotik und
maurischer Architektur auch Modernes zu bieten: den Isla-Magica-Turm auf der
ehemaligen Expo-Insel zum Beispiel oder auch den Metropol-Parasol: Eine
Sonnenschirm- beziehungsweise Pilzwald-ähnliche Holzkonstruktion mit
Ausgrabungen im Keller und einem Aussichtsrundgang (Eintritt: drei Euro, meist
bis 24 Uhr geöffnet) in luftiger Höhe, von dem aus man einen prima Blick auf
das abendliche Sevilla hat. Von dort aus kann man aber auch den Skatern
zuschauen, die auf dem Inkarnations-Platz ringsum unter Jesus-Mosaiken rollen.
Heiko Weckbrodt
Samstag, 14. Juni 2014
Sevilla, Tag 2: Könige schwitzen nicht

Sevilla, 14. Juni 2014: König zu sein - oder wenigstens Prinzessin, hatte so seine Vorteile im Sevilla der Prä-Klimaanlagen-Ära: Während sich der Pleps draußen die katholische Seele aus dem Leib schwitzte, lustwandelte die Königsfamilie in einem riesigen, schattigen Park mit Karpfenteichen, Hecken-Labyrynthen und Pavillons - mitten im ansonsten dicht bebauten Stadtkern, durch hohe Mauern von den Untertanen abgeschirmt. Für die royalen Damen gab es sogar eine unterirdische Wasserhöhle mit Wandelgang - im mittelalterlichen Sevilla bestimmt der beste Ort der ganzen Stadt, um einen heißen Sommertag zu überstehen.
Sevilla im Fußballfieber: Chicas, Public Viewing und viel Geschrei
| Sevilla am Abend |
Sevilla, 13. Juni 2013: Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich allein (und möglicherweise verbotenerweise) auf der Poolterrasse im dritten Stock des Hotels Sevilla Central. Ich lasse mir eine lauwarme Brise um den Leib wehen und höre hinter mir Hupen, Gröhlen, Kichern, Jubel, Raunen: Spanien spielt.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Córdoba, Tag 2: Flamenco-Mädchen, Emire und HITZE
| Die Altstadt von Cordoba von der anderen Seite der Römerbrücke aus. |
Heute sind es 43 Grad – morgen wird es heiß
Córdoba, 12. Juni 2014: Heute schwankte das Thermometer
zwischen 42 und 43 Grad. Aber heiß wird erst morgen. So hat mir ein
Hotel-Angestellter während eines Small-Talk-Versuches auf der Terrasse auf dem
Hotel-Dach erklärt. Die Betreiber der „Kaltes Wasser“- und Eis-Stände in der
Stadt dürften sich schon die Hände reiben.
Vor diesen Röstversuchen Cordobas bin ich in die
Moschee-Kathedrale der Stadt geflüchtet, wobei es Herr Ronny nur in den
Innenhof geschafft hat und dann wieder ins Hotel geschlichen ist: Er kränkelt
weiter. Ich tippe auf die Spanische Grippe. Die, die nach dem I. Weltkriegs
Millionen dahingerafft hat...
Mittwoch, 11. Juni 2014
Toledo, Tag 2: Foltern, Verstümmeln, Demütigen
| Im Foltermuseum Toledo ist bemerkenswert oft von nackigen Frauen die Rede. |
Zu Besuch im Torture-Museum der Inquisition
Toledo/Córdoba, 11. Juni 2014: In der einstigen Hauptstadt
Toledo haben die Spanier nicht nur die Kunst perfektioniert, Gold anzuhäufen
und kunstvolle Kathedralen zu schnitzen, sondern auch, wie man Menschen aufs
Vortrefflichste foltert, verstümmelt und demütigt. Warum nur wundert dieser
Zusammenhang nicht...?
Labels:
Folter,
Inquisition,
Juden,
Spanien,
Toledo
Standort:
Toledo, Provinz Toledo, Spanien
Dienstag, 10. Juni 2014
Prunk-Etappe zwischen Reconquista und Amerika-Eroberung
| Historische BNrücke über den Tajo nach Toledo |
Prunk-Etappe zwischen Reconquista und Amerika-Eroberung
Toledo, 10. Juni 2014: Nach unserem Abstecher in die
Geisterstadt Sesena wird es nachmittags ganz historisch: Unser nächstes Ziel
ist Toledo, lange Hauptstadt Spaniens und eine wichtige Etappe der Reconquista
– der christlich-spanischen „Rückeroberung“ der iberischen Halbinsel zwischen
dem 8. und dem 15. Jahrhundert (erst dann bekam Kolumbus seine
Projektgenehmigung für Indien alias Amerika).
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