Die unterirdische Festung Hackenberg bei Metz
Der Lärm ist ohrenbetäubend, als unser lothringischer Führer den Hebel am Geschützpanzerturm umlegt: Über 70
Jahre alte französische Hochtechnologie setzt sich in Bewegung,
gewaltige Elektromotoren drehen den tonnenschweren Stahlkoloss. Man
sieht sie innerlich vor dem Auge, jene acht Männer in bläulicher Uniform
mit dem Adrianshelm, die 1939 den Geschützturm erstmals in
Gefechtsbereitschaft versetzten. Das erste Übungsschießen mit dem in der
dritten Turmetage eingezwängten Schützen. Wie er blind den Auslöser
drückte, sich ganz auf auf die Feuerleitlösung verließ, die per
Telegrafenzeiger aus dem Leitbunker kam. Das Rattern der Panzerkuppel
oben, die sich nach jedem Schuss senkte, um dem Feind kein Ziel zu
bieten. Man vermeint das Surren des Elektroaufzug zu hören, der Granate
auf Granate in den Turm hob. Das Donnern des 135-mm-Geschützes, die
schweren Hülsen, die in der Spiralrutsche gen Boden schepperten, um
wiederverwertet zu werden...